Das Leben geschieht
2018 war ich mit einer Bekannten in Paris. Wie immer führte einer meiner ersten Wege mich in die Galerie Vivienne. Eine Galerie voller kleiner Boutiquen, Antiquitäten, Handwerkerläden und natürlich Cafés! Wir gingen in ein kleines Café und genossen die Atmosphäre dort. Dabei entstand das obige Foto. Ich träumte damals davon, ein Buch zu schreiben, besonders in dieser Stadt. Und fand, dass ich auf dem Foto wie eine Schriftstellerin aussah.
Wir alle wissen, dass 2020 alles anders war und die wunderbaren Orte menschenverlassen. Ein Ereignis, das uns sicher erst in einigen Jahren - in der Rückschau und den Fragen der nächsten Generation - richtig bewusst wird. Ich habe in dieser Zeit mein erstes Manuskript „Sieben klingt schöner als vier“ geschrieben und den ganzen Prozess des „Buchmachens“ sehr genossen.
2026 war ich dann mit einer befreundeten Fotografin erneut in Paris und wir gingen in dieses Café. Dort entstand mein Autorinnen-Foto. Am selben Platz. Ungeplant.
Erst vor Kurzem habe ich die Verbindung bemerkt.
Und es haut mich um.
Leben geschieht eben.
Was ist das hier: Ein Anfang, ein Mittelteil und ein Ende?
oder
Ein Anfang, ein Mittelteil – und noch lange kein Ende?