12. Juni 2026 

 

Diesen Federstrich schreibe ich noch in den Federn. Er beginnt wie immer mit einer Frage: Was bewegt mich gerade? Womit gehe ich in diesen Tag? Jeder Morgen eröffnet einen neuen Lebenstag. Und ich finde, er verdient eine Ausrichtung. Einen ersten guten Gedanken.

Es ist das Einzige, worüber wir wirklich verfügen können: unsere Gedanken. Wir können sie wählen.

Mein erster Gedanke heute: Ich bin bereit für ein Wunder! 

 
11. Juni 2026 

 

 Gestern habe ich in einem Potsdamer Restaurant miserabel gefrühstückt
und den ganzen Tag erbärmliche Bauchschmerzen gehabt.

Heute bin ich ohne Schmerzen aufgewacht.
Sie sind nur noch in meiner Erinnerung,
physisch jedoch abwesend.

Abwesenheit kann glücklich machen. 

 
10. Juni 2026 

 

Eine Vergangenheit wird es nicht mehr geben.

Meine Vergangenheit besteht aus Erlebtem & aus den Fotokisten meiner Eltern und Geschwister. Schwarz-Weiß-Fotos, die zeigen, wie es war. 
Meine digitale Fotobox ist  schon heute durchwoben von KI manipulierten Fotos.

Wer wird in Zukunft noch wissen, was wahr war? 

 

09. Juni 2026 

 

„Lebe ich eigentlich, wenn niemand mein Leben beobachtet?“
(Diane Keaton in „Was das Herz begehrt“) 

 

Vielleicht ist das eine der ältesten Fragen überhaupt.

Deshalb schreibe ich.

Deshalb gibt es diese Website. 

 

08. Juni 2026 

 

Die Zeit zwischen Geburt & Tod ist jetzt. Immer nur jetzt.
Und wenn ich mich so umschaue in meinem Leben: Kann das der Sinn sein?

Sollte da nicht mehr sein? Etwas von Bedeutung?
Wenn ja, für wen?

 

07. Juni 2026 

 

Sonntag. Heute geht gar nichts.
Ich bin müde. Ich bin gelangweilt. Ich bin schlapp.
So quäle ich mich im Nichtstun durch den Tag. Voller Vorwürfe an mich selbst.

Wilfried Nelles sagt „Das Leben geschieht!“
Ja. Das Leben hat entschieden: Heute geht gar nichts.